WAZ vom 28.4.2010

"Wer langsam geht, kommt weit."

Die Immobilien- und Standortgemeinschaft Krim (ISG Krim) hat eine weitere Verschönerungsoffensive auf den Weg gebracht.: Mit frischen Pflanzenkübeln und dreizen, in den Asphalt eingelassenen Messingplatten werden Passanten eingeladen, länger im nördlichen Quartier der Recklinghäuser Innenstadt zu verweilen. Auf Schritt und Tritt werden Fußgänger fortan von Poesie begleitet, finden sich auf den Platten Sprüche berühmter Dichter und Denker.

"Die Tafeln sollen dazu einladen, stehen zu bleiben und inne zu halten", erklärt Ulrike Musial, Vorsitzende der ISG Krim. Kunst und Denkmäler, wie das Ikonenmuseum und das Kutscherhaus prägen das Viertel. "Was uns umgibt, soll in dem Projekt widergespiegelt werden", so die Buchhändlerin. Die Aktion bettet sich ein in eine Reihe von Aufwertungsmaßnahmen, die vom Städtebauförderungsprogramm des Landes "Aktive Stadt- und Ortsteilszentren" finanziell bezuschusst werden. Nachdem im ersten Jahr in einer Kooperation mit einer Agentur eine Stärken- und Schwächenanalyse vorgenommen wurde, geht es nun darum, die Pläne in die Tat umzusetzen und sichtbar zu machen.

 

Ein Dorn im Auge ist immer noch der wenig einladende Eingangsbereich am Johannes-Janssen-Platz, der dringend umgestaltet werden müsste. Auch an der düsteren Passage zum Altmarkt müsse man noch feilen. In diesem Sinne ist ein neues Beleuchtungsprojekt in Planung, das unter anderem besonders schöne Giebel der Krim in Szene setzen soll. Zudem soll das Manke an Sauberkeit beseitigt werden, indem Laternenpfähle gereinigt und Graffiti entfernt werden sollen. Lohnenswerte Planungen - nicht nur für Ortsansässige ist die Krim schließlich auch gern besuchtes Viertel der Ruhrfestspielprominenz. Die ISG Krim präsentiert sich mittlerweile auch im Netz auf www.krim-recklinghausen.de. (jaf)

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